Wochenziel 7: Aktive Selbstliebe für 10 Wochen (10WTC Übung 4)

Diese vierte Übung kommt zu den vorherigen dazu. Die müssen die zehn Wochen unbedingt mit! Und so geht’s auch mit den restlichen Übungen dieser 10WTC weiter: in Woche 10 werde ich also zehn Dinge an einem Tag getan haben, um meine Selbstliebe zu stärken. Es wird bestimmt viel passieren, ich spür‘ es.

Und jetzt näheres zum Wochenziel: Da ich letzte Woche des öfteren genervt bei der Arbeit war, aber längst gecheckt hab, dass das Hamsterrad oft nicht beeinflussbar ist und wir uns als Angestellte anpassen, beziehungsweise auf Durchzug schalten müssen, habe ich beschlossen, auch diesen Bereich als Übung zu sehen. Was’n Satz.

Von Selbstliebe ist mein Verhalten bei der Arbeit weit entfernt: Ich kann echt laut rummotzen, werde dabei zwar nicht persönlich, aber ey, wie sieht das denn vor anderen aus?! Wenn ich jemanden sehe, der mein Verhalten an den Tag legt („Was is‘ das denn für ’ne Scheisse wieder!“, „Welcher Spezial-Experte hat das schon wieder falsch gemacht?“, „Boa, dieser Laden!“ usw.), frag ich mich immer, warum die Person sich nicht einfach was anderes sucht oder sich endlich vorübergehend mit der Situation anfreundet bis es was anderes für ihn gibt. Nicht’s auf der Arbeit is‘ nerviger als nervige Kollegen! Da ich aber gelegentlich auch so scheisse bin, wer’d ich mir das ganz groß hinter meine Ohren schreiben. Solange ich also Angestellte bin, möchte ich mich einfach anpassen. Wie alle anderen auch. Und sowas aus meinem Munde. Wie hat es Schopenhauer so schön ausgedrückt (mein Arbeitskollege schickte mir den Spruch am Freitag): „Man muss denken wie die Wenigsten und reden wie die meisten.“ Ich find den Schnack für einige Umstände (wie gerade meinen Arbeitsplatz z.B.) sehr passend. Ich bin jemand, der gerne mal auf „anti“ schaltet und dies auch offen bekundet. Das allerdings ist ein fataler Fehler, wenn die Arbeits-Stasi unterwegs ist und alles petzt. Da schieß ich MIR nur SELBST ins Knie, rege MICH auf, verbrauche unnötig MEINE Herzschläge, und und und – und warum? Für büschn Kohle. Ich werd‘ für einige Zeit noch adäquat und bequem im Hamsterrad mitlaufen. RADIKALE AKZEPTANZ! Aber nichts is‘ für immer. Mein eigenes Rad dreht sich trotzdem weiter. Und falls die Arbeits-Stasi das hier liest, geht’s eventuell noch schneller…

Langer Rede kurzer Sinn – Wochenziel 7: Ich fühle zuerst (skille* in der Not), dann denke ich (LEISE!) und dann rede ich (oder eben besser nicht). Zwar hat mich mein Arbeitsplatz an dieses Wochenziel-Thema geführt, jedoch weiß ich, dass es auch in anderen Bereichen vorkommen kann. Ein altbekanntes Marta-Problem. Aber is‘ auch okay, dauert solange es dauert.

Die gudde alde SMART-Formel bedient sich dessen wie folgt:

  • S  – spezifisch: Siehe oben
  • M – messbar: Sobald ich merke, dass das Brodeln in mir anfängt und meine Zunge sich schon von alleine bewegt,…
  • A  – aktionsorientiert: …handle ich entgegen. Ich benutze Skills*, Pro und Contra (für/gegen den Diskutier-Aufwand) oder Achtsamkeitsübungen (z.B. einen Spaziergang). Später schreibe ich Relevantes auf
  • – realistisch: Ja, für ’ne Woche sicherlich. Aber wie ich mich kenne, hält es nicht lange an und ich laufe wieder genervt rum, wenn ich mich nicht mehr daran erinner. (Also ab zu meinen Habitica-Tasks (Erinnerung auf „alle vier Wochen“. Internet, du bist so geil!)
  • T  – terminiert: Mo-Fr und abends wird Revue passiert

Belohnung: Jemandem orndlich die Meinung geigen. Nein, ich kauf‘ mir ’nen guten Kaffee.

 

p.s. Erst als ich mir den Dir vorliegenden Text nach’m Verfassen durchgelesen hatte, fiel mir auf, dass ich mich offensichtlich bei der Arbeit in Hochanspannung befand. Wie krass das gerade für mich ist, es nicht SOFORT gecheckt und meine *Skills (Hilfsmittel, um sich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf die in der Hochspannung vorhandenen Umstände), die ich in der Schön-Klinik erlernen durfte, angewendet zu haben. Die werden auf jeden Fall kommende Woche noch eine Rolle spielen und ich bin dankbar, sie zu kennen!

p.p.s. Leude, entschuldigt die langen Sätze. Die waren mir sogar zu anstrengend!

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